Wichtiges Signal des DFB: Vorübergehender Verzicht auf Kollektivstrafen und Überprüfung der Sportgerichtsbarkeit zugesagt

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„Wir müssen im Dialog Vertrauen aufbauen, Missverständnisse ausräumen und gemeinsam klare Linien und Grenzen festlegen“ sagte Reinhard Grindel in der heutigen Pressemitteilung und unterstreicht die Gesprächs- und Veränderungsbereitschaft des DFB mit der Empfehlung an seinen Kontrollausschuss „bis auf Weiteres darauf zu verzichten, Strafen zu beantragen, die unmittelbare Wirkung auf Fans haben, deren Beteiligung an Verstößen gegen die Stadionordnung nicht nachgewiesen ist“.

Dieses öffentliche Statement sendet unserer Auffassung nach ein wichtiges Signal in die Fanszenen und wird von der IG Unsere Kurve als ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer verhältnismäßigen und transparenten Sportgerichtsbarkeit gesehen. Die Veröffentlichung der Projektgruppe Sportgerichtsbarkeit und Zuschauerverhalten und die Einladung an Fangruppen, im Prozess in diese einzutreten und diesen mitzugestalten, befürworten wir als Beteiligte in dieser Projektgruppe. Auch das öffentliche Bekenntnis, dass der DFB verstanden hat, dass es „um mehr geht“ und der Fußball „für Stehplätze, faire Eintrittspreise und die 50+1-Regel“ steht, begrüßen wir sehr und bleiben gespannt, wie dieses Bekenntnis seine Umsetzung findet. Im Rahmen des Spitzengesprächs der AG Fankulturen baten wir um deutliche Signale des DFB zum Erhalt der Fankultur und finden heute ein solches vor. Dies macht Hoffnung, dass sich über weitere Dialoge wieder eine Vertrauensbasis aufbauen kann und es weiterhin sinnvoll, wenn auch langwierig, ist an einem Dialog festzuhalten, um an angemessenen Lösungen zu arbeiten. Ganz klar nach wie vor unter den Voraussetzungen, dass dieser transparent, verbindlich und ergebnisorientiert geführt wird und sich die Beteiligten an ihren öffentlichen Aussagen messen lassen.