Über der Beeinflussung von Mehrheiten bei Mitgliederversammlungen

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Der Kreativität mancher Vereine bei der Beeinflussung von Mehrheiten scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.

Der eine Verein, der unbedingt eine große Anzahl von Mitgliedern bei einer kritischen JHV braucht, um „seinen“ Aufsichtsrat durchzubringen, betreibt eine Werbeaktion mit Hostessen am Spieltag vor der Mitgliederversammlung und karrt darüber hinaus alle Jugendmannschaften bis zum entsprechenden Alter (hier ab 16) an.

Ein anderer Verein der gerade von sich Reden macht ist Hannover 96. Hier werden Mitgliedsanträge vermeintlicher Gegner von Herrn Kind offenbar in Massen abgelehnt. Waren es in der vergangenen Woche noch 119 offiziell vom Verein bestätigte Ablehnungen, so scheint es nach der Meldung der IG PRO Verein1896 von heute, dass dies nur die Spitze des Eisbergs war. In dieser Meldung wird davon gesprochen, dass der Verein offenbar prüft, wer kritisches Mitglied werden möchte und wer nicht. Auch wenn das vielleicht die Idealvorstellung von Herrn Kind und seiner Anhänger wäre, so einfach sollte man es sich nicht machen. Eines der wesentlichen Grundsätze in einem Verein ist die freie und offene Meinungsvielfalt. Hier wird Demokratie gelebt, auch wenn das zwischenzeitlich wohl nicht mehr so in Mode ist.

Pseudo-Vereine wie RaBa Leipzig, TSG Hoffenheim oder jetzt wohl auch Hannover 96 scheinen immer mehr dazu überzugehen, eine Auswahl zu treffen wer denn überhaupt das „Recht“ geniesst seinen Mitgliedsbeitrag an den Verein zu „spenden“.

Wir sind gespannt, wie sich der Fall Hannover 96 weiter entwickelt. Werden dort die Gesinnung anhand von Dateien mit anderen Informationslieferanten abgeglichen? Spielen die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen eine Rolle?

Es bleibt spannend