Die DFL-Mitglieder haben seit Monaten keine Informationen mehr aus Frankfurt erhalten. Und das überrascht durchaus, denn wie man so hört, ist eine hochrangige Arbeitsgruppe fast fertig mit der Arbeit. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Wochen präsentiert werden. Aber nicht als Diskussionsgrundlage, sondern als abschließendes Ergebnis. Und irgendwie fehlt uns da der Punkt der Mitgliederbeteiligung im Prozess. Hatten wir das nicht erst vor zwei Jahren so ähnlich?
Und dann wäre da noch das Bundeskartellamt.
Hier ist zum Jahresende 2025 eine gemeinsame, 70 Seiten umfassende Stellungnahme getätigt worden – plus 11 zusätzliche Seiten der Volkswagen AG und weitere 30 Seiten der Bayer AG. Ein auffällig eng abgestimmtes Vorgehen zweier Konzerne, die eigentlich kaum Überschneidungen haben. Oder gibt es etwa ein verbindendes Element? Und wann wird diese Eingabe eigentlich an alle Verfahrensbeteiligten verschickt?
Nach dem Debakel des Investorenplans macht die DFL unbeirrt dort weiter, wo sie bereits 2024 gescheitert war – demokratische Teilhabe wird übergangen, der Fußball als Kulturgut wird verachtet und es steht einzig der Gewinn einiger Weniger im Fokus. Müßig zu erwähnen, dass die vom Bundeskartellamt deutlich kritisierten Werksvereine sowie der Leipziger Bundesligist nach aktuellem Stand geschützt werden sollen, anstatt den Wettbewerb wieder integrer zu machen.
Wir appellieren in dieser kritischen Situation insbesondere an jene Vereine, die sich mit ihrem Nein zum Investor schon einmal schützend vor unseren Sport und unsere Kultur gestellt haben.
Unsere Kurve ruft darüber hinaus alle Vertreter*innen der 36 Clubs dazu auf, die DFL-Mitgliederversammlung am 3. März 2026 zu nutzen, um Transparenz herzustellen.
Die Unterstützung der Vereinsmitglieder und Fans ist gewiss.
