Interessengemeinschaft der Fanorganisationen

Aktuelles


Fotos oben: Für den Erhalt der 50+1 Regel

Latest tweets:
  • Die Sitzung im Sportausschuss hat mit ein paar Minuten Verzögerung begonnen. Die Fans sind durch Ben Praße als... http://t.co/CDM7eivE - 3:23pm February 8, 2012
  • Fußball - Bundesligen - Stellvertretender »Unsere Kurve«-Sprecher Ben Praße über seinen Auftritt im. http://t.co/D7epXSxT - 11:08am February 7, 2012
  • Wir unterstützen diese Umfrage zum Thema Sportmarken und Fans. Mitmachen!... http://t.co/1ZSc9XSB - 2:23pm February 1, 2012
  • Initiative "Kein Zwanni" zu Gast im ZDF-Morgenmagazin http://t.co/zB9PEdlz - 11:20am January 23, 2012
  • Ohren auf und Radios ein, Fussball muss bezahlbar sein. Unter diesem Motto startet morgen der Boykott der BVB... http://t.co/X79wtJGP - 6:37pm January 21, 2012

IG Unsere Kurve fordert konsequenten Dialog auf Augenhöhe

Aktuelles >>

IG Unsere Kurve fordert konsequenten Dialog auf Augenhöhe

Die öffentlichkeitswirksamen und intensiv geführten Diskussionen über
erfolgversprechende Maßnahmen zur Bekämpfung von Fangewalt hat in den
Reihen der Interessengemeinschaft Unsere Kurve für Aufregung gesorgt.
Das größte bundesweite Fanbündnis, bei dem derzeit 14
Fanorganisationen von der ersten bis zur dritten Liga
zusammengeschlossen sind, fordert von allen Beteiligten in den
anstehenden "Runden Tischen" ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung
der gemeinsamen Gespräche mit den Fans. "Die Ereignisse und
Reaktionen verursachen bei uns heftige Bauchschmerzen. Wir
distanzieren uns von Gewalt und Diskriminierung", macht Mathias
Scheurer als Sprecher der Interessengemeinschaft Unsere Kurve, die
mehr als 300.000 Fußballfans vertritt, deutlich. "Wir stellen jedoch
fest, dass bei der Betrachtung der Vorfälle viel zu wenig
differenziert wird und was viel schlimmer ist, zum wiederholten Mal
fehlt bei den eilig einberufenen Gesprächsrunden derjenige am Tisch,
um den es eigentlich geht - der Fußballfan", kritisiert Scheurer.

Die IG Unsere Kurve setzt sich seit Jahren für einen Dialog auf
Augenhöhe zwischen Fanvertretern und Offiziellen ein, beteiligt sich
maßgeblich an der Zusammenarbeit mit dem DFB und der DFL. Das Fazit
fällt dennoch ernüchternd aus. "Die Interessen der Fans finden in der
Öffentlichkeit kaum Gehör, der Umgang mit fanrelevanten Themen ist
beim DFB haarsträubend", urteilt Robert Pohl aus Dresden als
Vertreter der Fangemeinschaft Dynamo in der IG Unsere Kurve. "Es ist
keine Überraschung, dass die Initiatoren der Pyro-Kampagne über den
Verlauf der Gespräche enttäuscht sind. Das Muster spiegelt genau die
Erfahrungen wieder, die wir in den letzten Jahren sammeln durften."
Mit einem Konzept hatten mehr als 50 Ultragruppierungen versucht, im
andauernden Konflikt um Pyrotechnik eine Lösung herbeizuführen.
"Anstatt sich mit den Vertretern weiterhin persönlich an einen Tisch
zu setzen, stößt man ihnen vor den Kopf und erklärt die Gespräche per
Pressemitteilung für beendet, ohne auch nur ansatzweise mitzuteilen,
wie es nun weitergehen soll. Diese Strategie des Fußballverbandes
muss man nicht verstehen", so Pohl.

Ebenso verurteilen die Mitglieder der Interessengemeinschaft die
offene Absichtserklärung des DFB, gegenüber Vereinen und Fans neue
Kollektivstrafen aussprechen zu wollen. "Diese Strafenpolitik geht
weit am Ziel vorbei, um die negativen Begleiterscheinungen in Zukunft
zu minimieren. Wer Gewalt im Fußball verdrängen will, darf als
Verband diese Verantwortung nicht allein auf die Vereine abwälzen",
sorgt sich Christian Bieberstein vom Supporters Club aus Hamburg und
erwartet einen fairen Umgang sowie eine sachliche Bewertung der
Geschehnisse. "Benehmen sich die Fans daneben, wird von allen Seiten
mit der Keule agiert, während Vorkommisse wie beim Spiel zwischen
Hannover 96 und Bayern München, bei denen Fans durch einen
ungerechtfertigten Polizeieinsatz zu Schaden kamen, in keinster Weise
hinterfragt werden, bis Gras über die Sache gewachsen ist."

Im Zuge der Pyro-Diskussion legt Tobias Westerfellhaus von der Fan-
und Förderabteilung von Borussia Dortmund Wert darauf, dass man
zwischen dem Einsatz von Pyrotechnik und Gewalt unterscheiden sollte,
"denn der Einsatz von Pyrotechnik hat mit der in den Medien allzu
häufig genannten "Gewalt im Fußball" nichts zu tun, sondern
unterstützt lediglich optisch die Kurven. In diesem Zusammenhang von
Gewalt zu sprechen zeugt davon, dass man sich mit der Fanszene
keineswegs auseinander gesetzt hat."

Die Empörung spiegelt sich ebenso in der Kritik an Repressionen
gegenüber friedlichen Fußballfans wieder. Nach Ansicht der IG Unsere
Kurve haben diese in den letzten Jahren bereits Ausmaße angenommen,
die nicht mehr zu akzeptieren sind. "Das Maß ist in dieser Hinsicht
voll", warnt Bieberstein vor einer weiteren Welle an populistisch
geprägten Maßnahmen, die in der Vergangenheit schon zu keiner
Verbesserung geführt haben. Gemeint sind personalisierte Karten,
erhöhte Eintrittspreise durch Sicherheitszulagen oder der komplette
Ausschluss von Gästefans. "Wer mit ernsthafter Absicht noch das Ziel
verfolgt, Stehplätze abzuschaffen, zeigt damit deutlich sein
fehlendes Interesse an einer sachlichen und offenen
Auseinandersetzung mit den Fans", glaubt Bieberstein.

Unter diesen Umständen sehen die Vertreter der IG Unsere Kurve die
Gefahr, dass die gerade erst wieder neu ins Leben gerufene AG
Fandialog schon im Ansatz scheitert. "Wir haben fast ein Jahr auf die
konstituierende Sitzung warten müssen und sind mit viel Hoffnung in
diese neue Ära gegangen", sagt Mathias Scheurer von der Fan- und
Förderabteilung von Eintracht Frankfurt. "Wenn wir in den Medien
lesen, dass "runde Tische" erneut ohne unabhängige Fanvertreter
stattfinden sollen, fehlt uns der Glaube an die ehrliche Bereitschaft
für einen gemeinsamen Dialog auf Augenhöhe."

Die IG Unsere Kurve steht als größte unabhängige Fanvertretung in
Deutschland zu ihrer Verantwortung und wird den Dialog unter den Fans
fördern und ihr Mitspracherecht beim DFB und der DFL konsequent
einfordern. Für die aufgebrachte Anhängerschaft haben die Mitglieder
des Bündnisses trotzdem eine wichtige Botschaft: "Wir rufen alle
Fußballfans trotz undifferenzierter und unsachlicher Öffentlichkeit
auf, besonnen und fair zu bleiben, um nicht noch mehr Öl ins lodernde
Feuer zu gießen."

Unsere Kurve - Interessengemeinschaft der Fanorgansiationen, 7.
November 2011

  • Interessengemeinschaft der Alemannia Fans und Fan-Clubs "Fan-IG" e.V. (Aachen)
  • Arminia Supporters Club und Schwarz-Weiß-Blaues Dach (Bielefeld)
  • BvB Fan- und Förderabteilung (Dortmund)
  • Fangemeinschaft Dynamo e.V. (Dresden)
  • Supporters Club Düsseldorf 2003 e.V. (Düsseldorf)
  • Fan- und Förderabteilung Eintracht Frankfurt e. V. (Frankfurt)
  • Schalker Fan-Club Verband e.V. (Gelsenkirchen)
  • Abteilung Fördernde Mitglieder / HSV Supporters Club (Hamburg)
  • Rote Kurve - 96 Supporters Club (Hannover)
  • Supporters Karlsruhe 1986 e.V. (Karlsruhe)
  • Fan-Projekt 1. FC Köln 1991 e.V. (Köln)
  • FPMG Supporters Club (Mönchengladbach)
  • Supporters Mainz e.V. (Mainz)

Kontakt:

email:             presse@unserekurve.de

http://www.unserekurve.de/cms/media/2011-11-07 UK-Stellungnahme.pdf 2011-11-07 UK-Stellungnahme.pdf  40.74 KB  07.11.2011 15:18 
 

zurück


Info

Unsere Kurve sieht sich als Interessenvertretung der Fans aller Vereine und tritt ein für den Erhalt der Fankultur und den Erhalt der Freiräume. Getrennt in den Farben, gemeinsam in der Sache!

Menü





Netzwerke

twitter.jpg   Folge uns auf Twitter 
     
facebook.jpg   oder Facebook
     
fse.png   Unsere Kurve ist Mitglied bei FSE



Suche

Copyright © 2005-2012
Interessengemeinschaft der Fanorganisationen "Unsere Kurve"
Alle Rechte vorbehalten.